Telemetrie

Telemetrische ICP Messung

Indikation der telemetrischen ICP Messung

Neben der Anwendung von Messkathetern für die Messung des Hirndrucks bei akuten Indikationen ist es notwendig, in Abhängigkeit des Krankheitsbildes, den ICP (intrakranieller Druck) über längere Zeit zu messen. Als spezielle Indikation hierfür steht der Hydrocephalus, bei dem Produktion und Resorption der Gehirn- und Spinalkanalflüssigkeit (CSF) im Ungleichgewicht stehen.

Um die Symptome bei Hydrocephalus mittels konventioneller Messkatheter beobachten zu können, ist der Patient ans Krankenbett gebunden. Dies stellt einen entscheidenden Nachteil bei der Untersuchung des Hydrocephalus dar. Bei der Überwachung des ICP unter Bewegung und während der Lageveränderung des Patienten können bei Hydrocephalus entscheidende Erkenntnisse für die Behandlung der Symptome gewonnen werden.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Therapie des Hydrocephalus ist die Kenntnis des ICP elementar. Er bildet die Entscheidungsgrundlage für die Therapieform, z.B. ob ein Patient ein Shuntventil benötigt oder über die optimale Einstellung des Shuntventils für die Liquordrainage. Sowohl eine Über- als auch Unterdrainage ist zu vermeiden.

Aufgrund der Informationen über den jeweiligen ICP bei den unterschiedlichen Aktivitäten des Patienten kann das Shuntventil optimal auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt und die Anzahl der Eingriffe am Shunt des Patienten können deutlich reduziert werden.

November 28-30, 2017

2nd Homburg ICP and Hydrocephalus Workshop

Nicht invasive ICP Messung

Als Alternative zur kabelgebundenen Messung des ICP (intrakranieller Druck) mittels klassischer Hirndrucksonden hat RAUMEDIC ein innovatives und einzigartiges System auf Basis der Telemetrie entwickelt. Die Druckmesssonde wird vollständig unter der Kopfhaut auf dem Schädelknochen implantiert. Die Messung des ICP erfolgt kabellos und ist parenchymatös mit dem NEUROVENT-P-tel möglich.

Der auf dem System der Telemetrie basierende und mittels Mikrochiptechnologie ermittelte ICP wird durch die verschlossene Kopfhaut anhand des weltweit bewährten RFID-Prinzips kabellos auf ein Auslesegerät (Reader TDT1 readP) übertragen. Erfasst und gespeichert werden die Daten auf dem RAUMEDIC MPR1 DATALOGGER. Das leichte und handliche Gerät schränkt den Patienten in seiner Mobilität nicht ein.

Vorteile der telemetrischen ICP Messung

  • Minimales Infektionsrisiko
  • Kabellose Kommunikation mit der Messsonde
  • Vollständig implantierter Druckmesskatheter
  • Datenaufzeichnung mittels RAUMEDIC MPR 1 DATALOGGER
  • Mobile Patientenüberwachung im stationären Bereich
  • Reduzierung der stationären Behandlungszeit
  • Möglichkeit zur Verringerung der Belastung durch MR und CT
  • Anwendung des telemetrischen Katheters bis zu drei Monaten
  • Telemetry System
  • NEUROVENT-P-tel
  • Reader TDT1 readP

Telemetriesystem: Transdermales Telemetriesystem zur parenchymatösen ICP Messung mittels MPR 1 DATALOGGER

NEUROVENT-P-tel: Telemetrische ICP Messung im Parenchym

Reader TDT readP: RFID-Reader für die drahtlose Kommunikation mit dem Katheter