Telemetrie

Telemetrische ICP Messung

Indikation der telemetrischen ICP Messung

Neben der Anwendung von Kathetern für die Messung des Hirndrucks bei akuten Indikationen ist es notwendig, in Abhängigkeit des Krankheitsbildes, den ICP (intrakranieller Druck) über längere Zeit zu messen. Mögliche Indikationen sind unter anderem Pseudotumor cerebri und Hydrocephalus. Hier stehen die Produktion und Resorption der Gehirn- und Spinalkanalflüssigkeit (CSF) im Ungleichgewicht.

Um die Symptome bei Hydrocephalus mittels konventioneller Messkatheter beobachten zu können, ist der Patient ans Krankenbett gebunden. Dies stellt einen entscheidenden Nachteil bei der Untersuchung dar. Bei der Überwachung des ICP unter Bewegung und während der Lageveränderung des Patienten können bei Hydrocephalus entscheidende Erkenntnisse für die Behandlung der Symptome gewonnen werden.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Therapie ist die Kenntnis des ICP elementar. Er bildet die Entscheidungsgrundlage für die Therapieform, z.B. ob ein Patient ein Shuntventil benötigt oder über die optimale Einstellung des Shuntventils für die Liquordrainage. Sowohl eine Über- als auch Unterdrainage ist zu vermeiden.

Aufgrund der Informationen über den jeweiligen ICP bei den unterschiedlichen Aktivitäten des Patienten kann das Shuntventil optimal auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt und die Anzahl der Eingriffe am Shunt des Patienten können deutlich reduziert werden.

Kabellose ICP Messung

Als Alternative zur kabelgebundenen Messung des ICP (intrakranieller Druck) mittels klassischer Hirndrucksonden hat RAUMEDIC ein innovatives und einzigartiges System auf Basis der Telemetrie entwickelt. Die Druckmesssonde wird vollständig unter der Kopfhaut auf dem Schädelknochen implantiert. Die Messung des ICP erfolgt kabellos und ist parenchymatös mit dem NEUROVENT-P-tel möglich.

Der auf dem System der Telemetrie basierende und mittels Mikrochiptechnologie ermittelte ICP wird durch die verschlossene Kopfhaut anhand des weltweit bewährten RFID-Prinzips kabellos auf ein Auslesegerät (Reader TDT1 readP) übertragen.

Die Daten können auf dem RAUMED Home ICP, dem RAUMED NeuroSmart oder MPR1 DATALOGGER erfasst und gespeichert werden.

Dabei wird der RAUMED Home ICP für den häuslichen Bereich des Patienten eingesetzt. Von dort können die ICP-Werte kontinuierlich und bei individuellen Aktivitäten aufgezeichnet werden. Das Gerät ist leichtgewichtig und einfach zu bedienen.

Der RAUMED NeuroSmart und MPR1 DATALOGGER wird für den stationären Bereich verwendet und kann für die Zeit des Patienten in der Klinik die gemessenen ICP-Daten erfassen und speichern.

 

Vorteile der telemetrischen ICP Messung

  • Kabellose Kommunikation mit der vollständig implantierten Messsonde
  • Datenaufzeichnung mittels RAUMED Home ICPMPR 1 DATALOGGER oder RAUMED NeuroSmart
  • Mobile Patientenüberwachung im stationären oder häuslichen Bereich
  • Minimales Infektionsrisiko
  • Reduzierung der Krankenhausaufenthaltstage
  • Anwendung des telemetrischen Katheters bis zu drei Monaten
  • NEUROVENT-P-tel
  • Reader TDT1 readP
  • RAUMED NeuroSmart
  • MPR 1 DATALOGGER

NEUROVENT-P-tel: Telemetrische ICP Messung im Parenchym

Reader TDT readP: RFID-Reader für die drahtlose Kommunikation mit dem Katheter

RAUMED NeuroSmart zur Datenerfassung und Speicherung von kabelgebundener ICP und ICT-Messung und telemetrisch gemessenem ICP.

RAUMED NeuroSmart logO zur Datenerfassung und Speicherung von Sauerstoffpartialdruck, Temperatur sowie kabelgebundener ICP-Messung und telemetrisch gemessenem ICP.

 

Telemetriesystem: Transdermales Telemetriesystem zur parenchymatösen ICP Messung mittels MPR 1 DATALOGGER