Thermoplastische Elastomere

Thermoplastische Elastomere

Verarbeitungsspektrum

In Extrusion, Spritzguss und Montage verarbeiten wir alle gängigen polymeren thermoplastischen Materialien. Eine Spezialität aus dem Bereich der Technischen Kunststoffe stellt dabei die Werkstoffklasse der thermoplastischen Elastomere (TPE) dar.

Vorteile thermoplastischer Elastomere

Im Gegensatz zu klassischen Elastomeren, bei denen die Polymerketten direkt miteinander verknüpft sind, fehlen bei TPE-Materialien diese dauerhaften Verknüpfungspunkte, die das Aufschmelzen verhindern.

Der Vorteil von TPE-Materialien liegt in der Kombination von elastischen Eigenschaften mit der Möglichkeit zur thermoplastischen Verarbeitbarkeit.

Je nach chemischem Aufbau können grundsätzlich zwei Arten von TPE-Werkstoffen unterschieden werden:

  • Polymerblends
  • Block-Copolymere

Die spezifischen Eigenschaften werden jeweils durch das gezielte Kombinieren einer harten Komponente und einer Weichphase erreicht. Bei den Polymerblends werden diese beiden Bestandteile vermischt, wobei sich die harte und die weiche Komponente in unterschiedlichen Phasen anordnen. Bei Block-Copolymeren sind hingegen die unterschiedlichen Segmente in einem Kettenmolekül kombiniert.

  • Darstellung der Hart-Weichsegmente eines TPE-Block-Copolymers

Diese Hart-Weich-Verbindungen spielen insbesondere in der Medizintechnik eine herausragende Rolle. TPE-Materialien können beispielsweise als elastische Weichkomponente ideal mit zahlreichen thermoplastischen Polymeren verbunden werden.

Wir setzen TPE-Materialien für eine Vielzahl von Anwendungen ein. Sie können Gummi, Latex oder PVC vollkommen ersetzen, aber auch für Anwendungen zur Verbesserung der Haptik (Soft Touch) oder als Dichtelemente sind derartige Materialien bestens geeignet. Dichtungselemente können dank der Mehrkomponententechnik und spezieller thermoplastischer Elastomere in einem Verarbeitungsschritt ohne nachträglichen Montageaufwand in ein Bauteil integriert werden.

Eine gute Haftung von TPE wird auf Thermoplasten wie z.B. PE, PP, PS, ABS, PC und PA erzielt. Weitere Polymerkombinationen für den Einsatz in der Medizintechnik und Pharmazie setzen wir gerne für Ihr spezielles Produkt um.

Selbstverständlich führen wir auch die notwendigen Materialqualifizierungen hinsichtlich normativer, toxikologischer, biologischer und kundenspezifischer Anforderungen für Sie durch.