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Raumedic fördert die Ingenieure von morgen

Hof – Früh übt sich, wer später als Ingenieur durchstarten möchte. Das dachten sich wohl auch einige Schülerinnen und Schüler des Hofer Schiller-Gymnasiums, als sie sich für den internationalen Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ anmeldeten. Im Rahmen des Projekt-Seminars zur Studien- und Berufsorientierung fand sich das sechsköpfige Team namens SGH-Engineering bereits 2017 zusammen, um gemeinsam an einem Miniaturrennwagen zu tüfteln. Exklusiv-Sponsor Raumedic griff bei der Finanzierung unter die Arme. Denn im Projekt fielen jede Menge Auf- und Ausgaben an: Es galt, die geeigneten Materialien für das Auto und einen Partner für die Fertigung zu finden. Außerdem musste das Teamlogo designt, ein Messestand entworfen und auf Facebook & Co. die Werbetrommel für die eigene Entwicklung gerührt werden.

Nach vier Monaten nervenaufreibender Arbeit stellte sich das orangefarbene SGH-Modell am 3. März 2018 sowohl der Jury als auch der Konkurrenz. Denn da wurden die regionalen Meisterschaften Süd-Ost am Schiller-Gymnasium in Hof ausgetragen. 18 Mannschaften aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden traten gegeneinander an und schickten ihre Fahrzeuge ins Rennen. Angetrieben durch eine Gaspatrone mussten die Miniaturrennwagen in möglichst kurzer Zeit eine 20 Meter lange Strecke zurücklegen. 

Neben einem guten Reaktionsvermögen der „Fahrer“, die ihre Autos per Hand-Controller starteten, spielte die konstruktionstechnische Auslegung eine große Rolle. Der Aerodynamik und dem Gewicht ihres Modells widmeten die Teams während der Konstruktionsphase daher besonders viel Aufmerksamkeit. Nach Drücken des Startknopfs legten die kleinen, rund 55 Gramm leichten Autos die Rennstrecke in Windeseile zurück. 

Für den Titel des bayerischen Landesmeisters reichte es für das Team SGH-Engineering nicht ganz. Sie landeten mit ihrem Flitzer auf dem dritten Platz, konnten aber das abschließende Knock-out-Rennen mit einer Spitzenzeit von etwas über einer Sekunde für sich entscheiden. Thomas Knechtel, Leiter der Business Unit Systems bei Raumedic, war Jury-Mitglied beim Regionalwettbewerb und musste die Leistung aller Teams bewerten: „Neben potenziellen Nachwuchsingenieuren sprachen wir mit wahren Fertigungs- und Marketingspezialisten. Das hat mich wirklich beeindruckt. Der bayerischen Siegermannschaft BSZ Racing aus Wiesau wünschen wir im Mai viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft.“ 

Über den Wettbewerb

Formel 1 in der Schule ist ein multidisziplinärer, internationaler Technologie-Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Miniatur-Formel-1-Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken.

Das Ziel ist es, die von der „großen“ Formel 1 ausgehende Faszination und weltweite Präsenz zu nutzen, um für die Jugend ein aufregendes, spannendes Lernerlebnis zu schaffen, damit das Verständnis und den Einblick in die Bereiche Produktentwicklung, Technologie und Wissenschaft zu verbessern und berufliche Laufbahnen in der Technik aufzuzeigen.

In Regionalwettkämpfen und einer Deutschen Meisterschaft treten die mit Gaspatronen angetriebenen Boliden auf einer 20 Meter langen Rennstrecke gegeneinander an. Das Siegerteam vertritt Deutschland bei der F1 in Schools Weltmeisterschaft, die jährlich im Vorfeld eines Formel-1-Grand-Prix stattfindet.

Entscheidend ist die Teamleistung aus Konstruktion, Fertigung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Businessplan und Präsentation.

Mehr Informationen hält die offizielle Website bereit.

  • Ähnlich wie bei echten Formel-1-Rennen herrschte beim Start gespannte Stimmung.
  • Einzelne Komponenten des Rennautos der Mannschaft SGH-Engineering entstanden im 3-D-Druck.
  • Machte beim Knock-out-Rennen eine tolle Figur: der orangefarbene Flitzer des Schiller-Teams.
  • Juror Thomas Knechtel im Gespräch mit einem der teilnehmenden Teams.