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Raumedic entwickelt Lösungen für die Wundtherapie

Helmbrechts – Für Lohmann & Rauscher, einen führenden Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten, hat Medizintechnikhersteller Raumedic zwei neuartige Lösungen zur Wundbehandlung entwickelt. Die Tiefendrainage und das Drainagepad sind Bestandteil der „Suprasorb CNP P3 Therapie“, wo sie den Heilungsprozess von innerlichen und äußerlichen Wunden unterstützen sollen. Die Abkürzung CNP steht dabei für „Controlled Negative Pressure“, da das System von Lohmann & Rauscher für die Unterdrucktherapie ausgelegt ist.

Silikonlösung für die Tiefendrainage

Herzstück des Sets für die Tiefendrainage ist ein vierlumiger Silikonschlauch. Das große innenliegende Lumen leitet Wundsekret, das sogenannte Exsudat, aus im Körper befindlichen Wunden. Drei kleine Lumen in der Schlauchwandung sorgen dafür, dass die Belüftung während der Drainage aktiv gesteuert werden kann. „Diese besondere Auslegung sichert uns ein Alleinstellungsmerkmal am Markt“, sagt Arno Herzele, der bei Lohmann & Rauscher die medizintechnische Forschung und Entwicklung für dieses Therapiesystem verantwortet. Nicht überraschend also, dass das Unternehmen die Lösung zum Patent angemeldet hat. 

Dass für die Tiefendrainage Patentschutz beantragt wurde, freut auch Axel Wunderlich, Produktmanager im Bereich Anwendungstechnik bei Raumedic. Denn bereits die Extrusion und das Handling einfacher Silikonschläuche stellen aufgrund des Materials eine gewisse Herausforderung dar. „Soll die weiche Schlauchwandung dann noch zusätzliche Lumen, seitliche Drainage-Öffnungen sowie Röntgenkontraststreifen aufweisen, sind viel Erfahrung und technisches Know-how gefragt“, bringt der Techniker die produktionsseitige Herausforderung auf den Punkt.


Knickstabiles Drainagepad

Weiterhin fertigt Raumedic für Lohmann & Rauscher ein Drainagepad für die äußerliche Wundtherapie. Bei dieser Lösung wird die Wundflüssigkeit über einen Port mit integriertem Belüftungsring und einen vierlumigen PVC-Schlauch abgeleitet. „Hier war uns der Faktor Stabilität besonders wichtig. Denn um einen optimalen Durchfluss zu gewährleisten, darf der Schlauch auf keinen Fall abknicken“, erläutert Axel Wunderlich die Zielsetzung dieser Entwicklung.  


Konnektoren für die optimale Verbindung

Zur Verlängerung der Drainagesets und ihren Anschluss an einen Exsudatbeutel stellt Raumedic zudem spezielle C- und Y-Konnektoren her. Sie verfügen über eine anwenderfreundliche Verriegelungsfunktion, wie Wunderlich erklärt: „Die Konnektoren bestehen aus Hart- und Weichkomponenten und sind an sich sehr komplex. Viel wichtiger ist jedoch, dass sie eine schnelle und einfache Verbindung ermöglichen, das System zuverlässig abdichten und somit einen Rückfluss des Wundsekrets verhindern.“ 
 

Mehr über Lohmann & Rauscher erfahren

In den implantierbaren Silikonschlauch hat Raumedic einen Röntgenkontraststreifen einextrudiert, damit die Tiefendrainage im Körper lokalisiert werden kann. Der angesteckte C-Konnektor stellt die Verbindung zum Exsudatbeutel her.

Das Drainagepad wird über eine Fixierfolie am Körper des Patienten befestigt.