Wie man sich als Gewinner beider Preise fühlt, weiß Christian Pflug aus Schödlas bei Münchberg. Im April 2016 war er für die beste Bachelorarbeit ausgezeichnet worden, nun für seine Masterarbeit. Darin behandelte der 25-Jährige die Haftungseigenschaften von Polyurethanschaum an unterschiedlichen Kunststoffbauteilen. Der hohe Praxisbezug der Arbeit hatte neben ihrem wissenschaftlichen Wert den Ausschlag gegeben.
Dass er nach seinem Studienabschluss in der Region bleibt, steht für den Absolventen des Studiengangs Verbundwerkstoffe bereits fest. Von seinem Ausbildungsbetrieb Gealan Formteile, in dem er während der Praxisphasen seines dualen Studiums tätig war, wurde Pflug als Anwendungstechniker übernommen. Einen Teil des Preisgelds in Höhe von 1.000 Euro möchte er nach eigener Aussage nutzen, um seiner Freundin eine Freude zu machen, den Rest will er sparen.
Wie bereits beim Raumedic-Award im Frühjahr 2017 wurden auch diesmal die zweit- und drittbesten Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Über jeweils 100 Euro konnten sich Simon Heinrich aus Marktredwitz und Alexander Hübner aus Münchberg freuen. „Wir finden es toll, dass sich mit Herrn Hübner auch ein Mitarbeiter von Raumedic unter den Bestplatzierten befindet“, erklärt HR-Manager Stefan Knaus-Bierbaum. Denn der Masterabsolvent ist seit Oktober als Produktmanager Anwendungstechnologie beim Helmbrechtser Medizintechnikhersteller beschäftigt.
Doch das Ingenieurkolloquium bestand nicht nur aus Preisverleihungen. Prof. Dr.-Ing. Peter Weidinger steuerte mit seinem Vortrag „Polymerfragestellungen in der Fahrzeugindustrie – Was machen Ingenieure nach dem Studium?“ Einblicke in die Arbeitswelt bei. Ihren Ausklang fand die Veranstaltung bei amerikanischen Spezialitäten im Foyer des Iisys-Gebäudes der Hochschule Hof.

