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Raumedic und Hamilton Medical erweitern Partnerschaft in den USA

Mills River, North Carolina – In der aktuellen Pandemie-Situation ist Zeit von entscheidender Bedeutung. Nachdem das US-Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste Hamilton Medical, Inc. mit der Produktion von mehr als 25.000 Beatmungsgeräten betraut hatte, wandte sich das Unternehmen an seinen langjährigen Partner Raumedic, um kurzfristig einen speziellen Silikonklebstoff bereitzustellen.

Der Klebstoff ist frei von Lösungsmitteln und Weichmachern, einfach in der Handhabung und verklebt Silikone miteinander und mit anderen Werkstoffen wie Metall oder Kunststoff. Der Einkomponenten-Kleber kommt bei bestimmten Teilen am Gehäuse des transportablen Intensivbeatmungsgeräts HAMILTON-T1 zum Einsatz und trägt zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen bei. 

Der Mangel an Beatmungsgeräten in den USA wurde in den nationalen Medien umfassend thematisiert. Im April ordnete der Präsident eine Produktionssteigerung der lebensrettenden Geräte an. Daraufhin vergab das amerikanische Gesundheitsministerium einen der größten Aufträge an Hamilton Medical, Inc. Um den hohen Bedarf abdecken zu können, fuhr das Unternehmen in einem ersten Schritt die Produktion in der Schweiz nach oben. Zudem mussten neue Montagekapazitäten und Lieferketten in den USA eingerichtet sowie Komponenten und Verbrauchsstoffe in benötigtem Umfang bereitgestellt werden. 

„Für die Lieferantensuche wandten wir uns zunächst an unsere Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz. So kam der Kontakt zur Raumedic AG in Deutschland zustande“, erinnert sich Bob Hamilton, CEO von Hamilton Medical, Inc. „Als wir erfuhren, dass Raumedic einen Standort im US-Bundesstaat North Carolina unterhält, waren wir sehr erfreut.“ Mit einem Team, das über ähnliche Einblicke in den Markt verfügt, in derselben Zeitzone arbeiten zu können, habe dabei geholfen, das Projekt schnell voranzutreiben. 

„Ich glaube, dass alle Medizintechnikhersteller einen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus leisten möchten“, sagt Martin Bayer, Präsident und CEO bei Raumedic Inc. „Also haben wir die Gelegenheit genutzt, uns mit Hamilton in den USA in Verbindung zu setzen, um sie schnellstmöglich mit dem Benötigten zu versorgen.“ Der Trend zur Standortverlagerung ins Ausland hat zu einer Verlängerung der Lieferketten geführt, was die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen beeinflussen kann. Raumedic verfolgt einen gegensätzlichen Ansatz. Das Medizintechnikunternehmen hat gezielt in Fertigungskapazitäten in den USA investiert, um amerikanische Kunden kurzfristig bedienen zu können. 
 

Über Raumedic  

Die Gesundheit von Menschen steht für die Raumedic-Gruppe im Mittelpunkt. In insgesamt fünf Produktionswerken in Deutschland und in den USA verarbeitet das Unternehmen thermoplastische Polymere und Silikone in medizinischer Qualität.

Als Partner der internationalen Medizintechnik- und Pharmaindustrie entwickelt und fertigt der Polymerspezialist kundenspezifische Komponenten, wie Schläuche, Katheter und Formteile sowie komplexe Baugruppen und Systeme für diagnostische und therapeutische Anwendungen. Für die klinischen Fachgebiete Neuromonitoring und Traumatologie stellt Raumedic hochpräzise Druckmesssysteme mit Mikrochiptechnologie her und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Patientenversorgung auf der ganzen Welt.
 

Über Hamilton Medical 

1983 wurde Hamilton Medical mit der Vision gegründet, intelligente Beatmungslösungen zu entwickeln, die das Leben von Patienten, Pflegepersonal und Ärzten in der Intensivmedizin erleichtern. Heute zählt Hamilton Medical zu den führenden Herstellern im Bereich Intensivbeatmungslösungen für eine Vielzahl unterschiedlicher Patientenpopulationen, Anwendungsbereiche und Umgebungen. 
 

Für weitere Informationen:

Raumedic Inc.
David Fletcher-Holmes, PhD
Director Marketing, North America
Telefon: +1 828 214 9098
david.fletcher-holmes@raumedic.com

Der Silikonklebstoff von Raumedic ist in unterschiedlichen Ausführungen verfügbar und lässt sich durch vielseitige Methoden wie Eintauchen, Sprühen und Beschichtung auftragen.

Hamilton Medical, Inc. fährt die Produktion des HAMILTON-T1-Beatmungsgeräts in Reno, Nevada, stark hoch. (Bildquelle: ©2020 Jamie Kingham and General Motors)