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Hochschule Hof und Raumedic verleihen Preis für beste Master-Arbeit

Hof/Helmbrechts – Am Mittwoch, den 7. November wurde an der Hochschule Hof im Beisein von rund 70 Gästen erneut die beste Master-Arbeit der Fakultät Ingenieurwissenschaften ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte Raumedic-Preis ging in diesem Jahr an Masterandin Daniela Schön. Die Absolventin des Studiengangs Verbundwerkstoffe hatte die Jury mit ihrer Arbeit über drehsymmetrische Armierungsstrukturen für Lüfterräder überzeugt. 

Die Preisträgerin, die ursprünglich aus Donauwörth stammt, hatte an der Hochschule Hof bereits den Bachelor-Studiengang „Innovative Textilien“ absolviert. Seit Oktober ist die 25-Jährige in der Forschung am Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau am Standort Münchberg tätig, wo sie sich mit dem Weben keramischer Fasern beschäftigt.

Über eine Anerkennung von jeweils 100 Euro freuten sich die frischgebackenen Masteranden Christian Beck und Thorsten Lenz. Sie hatten die zweit- und drittbesten ingenieurwissenschaftlichen Abschlussarbeiten eingereicht. 

Wie bei den vorausgegangenen Ingenieurkolloquien kam auch während der achten Ausgabe der Praxisbezug nicht zu kurz. Dr. Sören Grießbach, Inhaber und Geschäftsführer der GS-PRO GmbH aus Chemnitz, referierte über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des 3D-Drucks. Dass die Technologie für die Medizintechnik, beispielweise zur Herstellung von Kunststoffprothesen, viele Perspektiven eröffnet, daran ließ der Physiker in seinem Vortrag keinen Zweifel. 

Anschließend nahm Dr. Thomas Ruhland, zuständig für Innovationsthemen bei Veranstaltungssponsor Raumedic, den Faden auf. Von ihm erfuhren die Anwesenden, dass das Medizintechnikunternehmen die 3D-Druck-Technik aktuell für die Herstellung von Funktionsmustern und Werkzeugkleinserien nutzt. „Auch in der Wirtschaft muss man immer am Ball bleiben. Mit unseren Kompetenzen in Extrusion, Spritzguss und Montage von Kunststoffbauteilen und komplexen Systemen auf der einen Seite und zukunftsträchtigen Technologien auf der anderen können wir unseren Kunden das jeweils passende Fertigungskonzept bieten“, sagte Ruhland.

Dass dafür auch gut ausgebildete Fachkräfte eine wichtige Rolle spielen, machte Raumedic-Personalchefin Christina Hechtfischer deutlich. Sie skizzierte die Wege, über die Studierende und Hochschulabsolventen beim Helmbrechtser Unternehmen einsteigen können: „Ob Praktikum, Ferienarbeit, Abschlussarbeiten, eine Werkstudententätigkeit oder der Direkteinstieg – sprechen Sie uns einfach an!“

Nach dem offiziellen Teil lockte das italienische Buffet die Anwesenden ins Foyer des Hochschulgebäudes. Bei lockeren Gesprächen klang dort das achte Ingenieurkolloquium aus. Die neunte Ausgabe findet im Frühjahr 2019 statt.

Über den Raumedic-Preis

Seit März 2015 zeichnet die Hochschule Hof in Zusammenarbeit mit Sponsor Raumedic zweimal jährlich im Wechsel die besten Bachelor- und Masterarbeiten der Fakultät Ingenieurwissenschaften aus. Der erste Preisträger kann sich über eine Trophäe und 1.000 Euro freuen, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten jeweils 100 Euro Preisgeld. 

Für die Bewertung der Abschlussarbeiten spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Die Einschätzung durch den betreuenden Professor, die Relevanz der Arbeit für Wissenschaft und industrielle Praxis und – wenn auch zu einem geringen Prozentsatz – die Studiengesamtnote. 

Die Idee zum Ingenieurkolloquium stammt von Prof. Dr. Michael Nase, Inhaber der Professur für Kunststofftechnologie. Über die Veranstaltung möchte er Studierende, Vertreter der Wirtschaft und Hochschulangehörige regelmäßig miteinander ins Gespräch bringen. Raumedic präsentiert sich in diesem Rahmen als potenzieller Arbeitgeber, der angehenden Akademikern vielfältige Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland bietet. Beim Partner der internationalen Medizintechnik- und Pharmaindustrie arbeiten derzeit 55 Absolventen der Hochschule Hof in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Die Hauptakteure beim achten Ingenieurkolloquium (v.l.n.r.): Christian Beck (2. Platz), Thorsten Lenz (3. Platz), Raumedic-Trendscouting-Manager Dr. Thomas Ruhland, die Erstplatzierte Daniela Schön, Prof. Dr. Michael Nase, Raumedic-Personalleiterin Christina Hechtfischer und Referent Dr. Sören Grießbach.

Christina Hechtfischer (Mitte) überreicht Preisträgerin Daniela Schön den gläsernen Raumedic-Award.

Der zwanglose Austausch beim traditionellen Get-Together prägte auch das achte Ingenieurkolloquium.