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Fünfter Raumedic-Preis geht an Absolventin der Werkstofftechnik

Helmbrechts/Hof – Gemeinsam mit der Raumedic AG aus Helmbrechts prämierte die Hochschule Hof am 5. April erneut die beste Bachelorarbeit der Fakultät Ingenieurwissenschaften. Der mit 1000 Euro dotierte vom Polymerspezialisten ausgelobte Preis ging in diesem Jahr an Ilona Wohner. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sich die Absolventin mit dem Verhalten von Dichtwerkstoffen bei sehr niedrigen Temperaturen.

Duales Studium ausschlaggebend

Die 23-jährige Gewinnerin freute sich sehr über die Auszeichnung. Für den Hochschulstandort Hof hatte sie sich vorrangig aufgrund seiner dualen Studienmöglichkeiten entschieden. „Die Kombination von praxisnaher Ausbildung zur Chemielaborantin mit dem Studiengang Werkstofftechnik war für mich sehr attraktiv“, begründet die Waldershoferin ihre Wahl und schließt an: „Außerdem wollte ich unbedingt in der Region bleiben.“

 

Erstmals auch Platz zwei und drei prämiert

Neben dem Hauptpreis sponserte Raumedic zum ersten Mal zwei weitere Geldpreise von jeweils 100 Euro für die zweit- und drittbeste Bachelorarbeit. Der Zweitplatzierte Thorsten Lenz erforschte den Einfluss von Reinigungsmitteln auf weiße Kunststoff-Fensterprofile. Bei Andreas Preisinger, dritter Preisträger des Awards, stand die Optimierung von Konstruktions- und Fertigungskosten für spezielle Gleitringdichtungen im Vordergrund.

 

Bezug zur Industrie im Fokus

Im Institut für Informationssysteme fanden sich am Mittwochabend rund 100 Gäste ein, die den Vorlesungssaal beinahe vollständig füllten. In Vertretung für den kurzfristig erkrankten Prof. Dr. Michael Nase führte Mirko Rennert, Lehrbeauftragter an der Professur für Kunststofftechnologie, durch den Abend. Er machte deutlich, wie wichtig es für Studierende sei, viel Energie in ihre Abschlussarbeit zu stecken. Auch mit der Industrie wolle man enge Beziehungen aufbauen und so einen Mehrwert für beide Seiten schaffen, sagte der Wirtschaftsingenieur. Prof. Dr. Jörg Krumeich, der die Abschlussarbeit von Preisträgerin Ilona Wohner betreute, brachte den Gästen die Fakultät Ingenieurwissenschaft näher. Einen Programmpunkt aus der Praxis steuerte Dr. Sascha Bach mit seinem Vortrag „Heat-up, Start-up - wie aus Forschung Produkte entstehen“ bei. Der Start-up-Unternehmer veranschaulichte unter anderem, wie moderne Heiztechnologien dazu beitragen, Kunststoffverpackungen mit weniger Materialeinsatz in die gewünschte Form zu bringen.

 

Ausklang mit amerikanischem Bezug

Kurz vor der Gewinnerbekanntgabe gewährte auch Sponsor Raumedic einen Blick hinter die Kulissen. Dominik Bauer, Leiter der Abteilung Marketing Communication und selbst Absolvent der Hochschule, präsentierte sein Unternehmen, das seit 2016 einen neuen Standort mit eigenem Entwicklungs- und Produktionszentrum im US-Bundesstaat North Carolina unterhält. Dem Thema USA wurde auch das abschließende Get-together im Foyer des Iisys-Gebäudes gerecht. Dort luden amerikanische Spezialitäten zum Verweilen und gegenseitigen Kennenlernen ein.  „Für Raumedic war das fünfte Ingenieurkolloquium ein voller Erfolg“, resümiert Christina Hechtfischer. „Wir freuen uns schon auf den Herbst. Dann geht es wieder um die beste ingenieurwissenschaftliche Masterarbeit.“

 

Über den Raumedic-Preis

Seit März 2015 zeichnet die Hochschule Hof in Zusammenarbeit mit Sponsor Raumedic zweimal im Jahr im Wechsel die besten Bachelor- und Masterarbeiten der Fakultät Ingenieurwissenschaften aus. Die Idee dazu stammt von Prof. Dr. Michael Nase, Inhaber der Professur für Kunststofftechnologie. Studierende, Vertreter der Wirtschaft und Hochschulangehörige sollen über das Ingenieurkolloquium miteinander ins Gespräch kommen. Raumedic präsentiert sich in diesem Rahmen als attraktiver Arbeitgeber, der angehenden Akademikern Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland bietet. Bei dem Systemanbieter von polymeren Komponenten für Medizintechnik und Pharmaindustrie arbeiten bereits rund 40 Absolventen der Hochschule Hof in ganz unterschiedlichen Bereichen.

 

Ilona Wohner (vorne Mitte) präsentiert stolz Urkunde und Preis für die beste Bachelor-Arbeit. Andreas Preisinger (vorne links) und Thorsten Lenz (vorne rechts) wurden ebenfalls prämiert. Weiterhin im Bild: Prof. Dr. Jörg Krumeich, Christina Hechtfischer, Dr. Thomas Ruhland, Dominik Bauer und Mirko Rennert (hinten von links).

Der gut gefüllte Hörsaal im Iisys-Gebäude zeugt vom großen Interesse am Ingenieurkolloquium.