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Beste ingenieurwissenschaftliche Bachelorarbeit ausgezeichnet

Hof/Helmbrechts – An der Hochschule Hof stand der Abend des 3. April ganz im Zeichen von technischen und digitalen Innovationen. Im Rahmen des Ingenieurkolloquiums wurde dort bereits zum neunten Mal die beste Abschlussarbeit der Fakultät Ingenieurwissenschaften mit dem Raumedic-Preis ausgezeichnet. 

Preisgeld für drei Bacheloranden

Die gläserne Trophäe und das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro gingen diesmal an Pascal Förner aus Wallenfels, der sich mit seiner Leistung gegen 16 weitere Kandidaten durchgesetzt hat. In seiner Abschlussarbeit hatte der Maschinenbauabsolvent den Klebeverbund eines piezoelektrischen Membranwandlers charakterisiert und sich damit den ersten Platz gesichert. Über seine Auszeichnung war der 22-Jährige sichtlich überrascht. Wofür er seine Geldprämie ausgeben möchte, weiß Förner daher noch nicht. Sicher ist aber, dass er an der Hochschule Hof ein Masterstudium in der Fachrichtung Maschinenbau anschließen wird.   

Platz zwei und Platz drei belegten Patrick Schicker und Fabian Dötsch. Als Anerkennung für ihre überzeugenden Bachelorarbeiten konnten die Absolventen von Raumedic jeweils einen Scheck über 100 Euro entgegennehmen. 


Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Mit seinem Vortrag „Thinking outside the box − Medizintechnik neu gedacht“ brachte Referent Nico Landwehr die digitale Gegenwart und Zukunft in den Vorlesungssaal des Instituts für Informationssysteme (iisys). Der Innovationsmanager, der für ein großes internationales Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik tätig ist, verdeutlichte den wachsenden Stellenwert von Daten in unserer vernetzten Welt. So würde künstliche Intelligenz schon heute dazu beitragen, dass Krankheitsbilder wie Hautkrebs und Depression mittels Sensorik besser erkannt werden.  

Zum Schluss rief Landwehr die Studierenden dazu auf, neugierig und offen für Neues zu bleiben. Auch eine Botschaft an die Wirtschaft hatte er parat: Klassische, hierarchisch organisierte Unternehmen müssten umdenken und neue digitale Potenziale frühzeitig erkennen. 


Moderne Arbeitswelt bei Raumedic

Veranstaltungssponsor Raumedic gewährte auf dem Ingenieurkolloquium ebenfalls Einblicke ins Unternehmen. Dominik Bauer, Leiter der Abteilung Marketing Communication und selbst Absolvent der Hochschule, ging unter anderem auf die modernen Arbeitsbedingungen beim kunststoffverarbeitenden Medizintechnikunternehmen ein. So habe Raumedic kürzlich einen großen Kreativbereich für die Belegschaft eingerichtet. In dem mit Palettenmöbeln und Sitzsäcken ausgestatteten Raum könnten die Mitarbeiter mit Hilfe agiler Methoden arbeiten, erläuterte Bauer. 

Anschließend stellte Personalmanager Stefan Knaus-Bierbaum die Einstiegsmöglichkeiten und Mitarbeiterbenefits bei Raumedic in den Mittelpunkt: „Angefangen bei flexibler Arbeitszeit, über internationale Einsatzmöglichkeiten und vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen, bis hin zum mobilen ortsunabhängigen Arbeiten ist bei uns einiges möglich.“


Ausblick auf das zehnte Ingenieurkolloquium

Für das zehnte Ingenieurkolloquium werden sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen, wie Stefan Knaus-Bierbaum verriet: „Wenn wir im Herbst die beste Masterarbeit auszeichnen, wollen wir diesem Jubiläum einen würdigen Rahmen verleihen.“ Wie die Veranstaltung genau ablaufen wird, erfahren Interessierte am 23. Oktober. Denn dann findet aller Voraussicht nach die zehnte Ausgabe des Ingenieurkolloquiums statt.
 

Über den Raumedic-Preis

Seit März 2015 zeichnet die Hochschule Hof in Zusammenarbeit mit Sponsor Raumedic zweimal jährlich im Wechsel die besten Bachelor- und Masterarbeiten der Fakultät Ingenieurwissenschaften aus. Der erste Preisträger kann sich über eine Trophäe und 1.000 Euro freuen, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten jeweils 100 Euro Preisgeld. 

Für die Bewertung der Abschlussarbeiten spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Die Einschätzung durch den betreuenden Professor, die Relevanz der Arbeit für Wissenschaft und industrielle Praxis und – wenn auch zu einem geringen Prozentsatz – die Studiengesamtnote. 

Die Idee zum Ingenieurkolloquium stammt von Prof. Dr. Michael Nase, Inhaber der Professur für Kunststofftechnologie. Über die Veranstaltung möchte er Studierende, Vertreter der Wirtschaft und Hochschulangehörige regelmäßig miteinander ins Gespräch bringen. Raumedic präsentiert sich in diesem Rahmen als potenzieller Arbeitgeber, der angehenden Akademikern vielfältige Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland bietet. Beim Partner der internationalen Medizintechnik- und Pharmaindustrie arbeiten mehr als 50 Absolventen der Hochschule Hof in ganz unterschiedlichen Bereichen.

V.l.n.r.: Bachelorabsolvent Fabian Dötsch (3. Platz), Referent Nico Landwehr, erster Preisträger Pascal Förner, Veranstaltungsinitiator Prof. Dr. Michael Nase, der Zweitplatzierte Patrick Schicker und Raumedic-Personalmanager Stefan Knaus-Bierbaum

Im beinahe komplett gefüllten Hörsaal folgten die Gäste dem unterhaltsamen Vortrag von Innovationsmanager Nico Landwehr.

Wie in den vergangenen Jahren kam auch beim neunten Ingenieurkolloquium der kulinarische Genuss nicht zu kurz.